Prof. Dr. Peter Kupfer (Univeristät Mainz)

Geb. 1946 in München. Studium der Sinologie, Malaiologie und Allgemeinen Sprachwissenschaft an der Universität Bonn. Diplome für Indonesisch (1972) und modernes Chinesisch (1974). 1979 Promotion und 1990 Habilitation in Sinologie. 1980-2012 Lehrtätigkeit am Arbeitsbereich Chinesische Sprache und Kultur des Fachbereiches Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft (FTSK) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in Germersheim, ab 1998 Professor und bis 2012 Leiter des Arbeitsbereiches. 2001-2003 Dekan des FTSK. Forschungsarbeiten, Projekte und Tagungen zur Linguistik und Didaktik des Chinesischen sowie zu Kultur und Gesellschaft des modernen China. 1984-2009 Herausgeber der Zeitschrift CHUN (Chinesischunterricht). 1991-2011 Mitherausgeber der Schriftenreihe SinoLinguistica. Seit 1981 jährliche Lehr‑, Forschungs-, Konferenz- und Vortragsreisen und -aufenthalte in China, Singapur, Japan und Zentralasien. Bis 2008 1. bzw. 2. Vorsitzender des Fachverbandes Chinesisch e.V. und Vizepräsident der International Society for Chinese Language Teaching. Seit 1983 (Mit-) Organisation von rund 30 regionalen, nationalen und internationalen Tagungen zur chinesischen Sprache und Kultur (neuere Schwerpunkte: Judentum in China, Weinkultur Chinas, Kultur der Seidenstraße). 2000 Verleihung des ersten Freundschaftspreises für Sprache und Kultur der VR China in Peking. 2012 Verleihung des Friedhelm-Denninghaus-Preises des Fachverbandes Chinesisch für besondere Leistungen und  Verdienste in der Förderung des Chinesischunterrichts im deutschsprachigen Raum. Mehrere Honorar- und Gastprofessuren und Beraterfunktionen an Universitäten der VR China und Hongkongs. Sonstige internationale Aktivitäten und Projekte in den Bereichen Chinesisch als Fremdsprache, Sinolinguistik, Gesellschaft und Kultur Chinas und eurasische Weinkultur. 2008, 2012 und 2014 mehrmonatige Forschungsreisen an den zentralasiatischen, chinesischen und iranischen Seidenstraßen.

 

Hans-Jürgen Goebelbecker (KIT-Bibliothek Karlsruhe)

– von Hause aus Mineraloge und Festkörperphysiker

– heute stv. Direktor der Bibliothek des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)

Beruflich und kulturell blicke ich immer wieder gerne über den Tellerand. Vor über 10 Jahren traf ich dabei einmal zufällig Prof. Wierlacher. Prompt ließ er mich auch über den kulinaristischen Tellerrand (!) blicken: Ich wurde Gründungsmitglied des Kulinaristik-Forums und in den Anfangsjahren dessen Webmaster. Bis heute bin ich dem Forum – auch im Vorstand – verbunden, und hoffe nach Jahren großer anderweitiger Aufgaben, mich in Zukunft wieder mehr der Forumsarbeit widmen zu können.

Prof. Dr. Burckhard Dücker (Universität Heidelberg)

Burckhard Dücker, studierte Germanistik und Romanistik, 1978 Promotion (Theorie und Praxis des Engagements), 1999 Habilitation (Erlösung und Massenwahn. Zur literarischen Mythologie des Sezessionismus im 20. Jahrhundert), lehrt als außerplanmäßiger Professor am Germanistischen Seminar der Universität Heidelberg, Gastdozent ›Maître de Conférences‹ an der Universität Montpellier, Gastdozentur an der Universität Nanjing, Mitarbeit im SFB ›Ritualdynamik‹ an der Universität Heidelberg, Mitglied im Vorstand des Kondylis-Instituts für Kulturanalyse und Alterationsforschung, wissenschaftliche Schwerpunkte mit zahlreichen Veröffentlichungen in den Bereichen Ritualwissenschaft, Literaturpreise, Essen in der Literatur, kulturwissenschaftlich fundierte Geschichte der deutschen Literatur vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart, (Mit-)Herausgeber wissenschaftlicher Veröffentlichungen.

Prof. Dr. Peter Heine (Humboldt-Universität Berlin)

Peter Heine wurde 1944 in Warendorf in einer Buchhändler­familie geboren. Er studierte und absolvierte die Studiengänge Islamwissenschaft, Ethnologie und Philosophie in Münster und Bagdad.

Professuren für Islamwissenschaft in Münster und an der Humboldt­ Universität Berlin, 1993 Gründungsdirektor des Zentrum Moderner Orient in Berlin, diverse Gastprofessuren. 2014 erhielt er den Wissenschaftspreis des Kulinaristik­Forums. Peter Heine ist im Herausgebergremium der Fachzeitschrift Kulinaristik.

Prof. Dr. Christine Ott (Goethe-Universität Frankfurt)

hre derzeit wichtigsten Forschungsschwerpunkte sind Text-Bild-Beziehungen in der Frühen Neuzeit und Food Studies. Ihre Publikationen zu diesem Thema beschäftigen sich mit den Bedeutungen und dem Erkenntnispotenzial von Nahrungsmetaphorik (Feinschmecker und Bücherfresser. Esskultur und literarische Einverleibung als Mythen der Moderne, München: Fink 2011; “Brot und Milch. Die Metaphorik der geistigen Speise im Paradiso und in der ersten Ekloge an Giovanni del Virgilio und ihre metapoetischen Implikationen”, in: Deutsches-Dante-Jahrbuch 2016), mit dem Zusammenhang von Essen und kultureller Identität („Pasta e patria. Esskultur und (nationale) Identität in entwurzelten Erzählungen der Gegenwart (Italien, Frankreich, USA)“, in: Italienisch 66, Nov. 2011; “Esskulturen”, in: Rainer Emig/ Lucia Krämer (Hg.), Adaption, erscheint 2017) sowie mit Gastro-Mythen der Gegenwart.

Möhring, Prof. Dr., Maren, geboren am 26.03.1970

Maren Möhring hat an der Universität Hamburg und am Trinity College, Dublin, Geschichte und Germanistik studiert und wurde 2002 an der LMU München mit einer körper- und geschlechtergeschichtlichen Studie über die deutsche Freikörperkultur 1890-1930 promoviert. 2011 erfolgte die Habilitation an der Universität zu Köln mit einer Untersuchung über die Geschichte der ausländischen Gastronomie in der Bundesrepublik Deutschland. Von 2012 bis 2014 leitete sie die Abteilung „Der Wandel des Politischen“ am Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam. Seit 2014 ist sie Professorin für Vergleichende Kultur- und Gesellschaftsgeschichte des modernen Europa an der Universität Leipzig.
Wichtigste Publikation zum Thema: Fremdes Essen. Die Geschichte der ausländischen Gastronomie in der Bundesrepublik Deutschland, München: Oldenbourg, 2012.

Brücken bauen zwischen Wissenschaft und Praxis

Klaus Michael Schindlmeier, Direktor des Palatin Kongresshotels in Wiesloch und bisheriger Beisitzer sowie zuletzt 2. Vorsitzender im Vorstand, wurde mit sofortiger Wirkung zum 1. Vorsitzenden des Kulinaristik-Forums – Netzwerk für Wissenschaft, Kultur und Praxis e. V. ernannt. Er folgt damit auf dessen Gründer Prof. Dr. Alois Wierlacher, der das Amt aus Altersgründen abgegeben hat, ihm aber noch weiter unterstützend zur Seite steht.

 

„Meine Aufgabe ist es, Brücken zu bauen zwischen Wissenschaft und Praxis“, kommentiert Klaus Michael Schindlmeier sein neues Ehrenamt. „Als gelernter Koch und Hotelier mit jahrzehntelanger Berufserfahrung habe ich mich von Grund auf mit dem Thema Gastlichkeit und den immanenten Fragen der Kulturen und der Ernährung, den Hauptpfeilern der Kulinaristik, auseinandergesetzt. Es ist mir ein Herzensanliegen, das Bewusstsein dafür sowohl in der Hotellerie als auch unter unseren Gästen, Mitgliedern und einer weiten Leserschaft zu schärfen und zu entwickeln. Besonders wichtig ist es mir, unsere jungen Mitarbeiter in der Hotellerie mitzunehmen, wissenschaftlich zu denken und Vergleiche anzustellen mit alten Erfahrungen und solchen aus anderen Ländern. Dafür werden wir mit dem Kulinaristik-Forum neue Ideen entwickeln, wie wir den wissenschaftlichen Ansatz gut verdaulich zu unseren jungen Talenten, den Gästen und den Konsumenten bringen können, um einen größtmöglichen Nutzen für alle heute und für die Zukunft zu erzielen.“

 

Jüngster Schritt in diese Richtung ist die Etablierung eines neuen Forums mit dem Titel „Denkwerkstatt Kulinaristik“, das im vergangenen Herbst im Palatin Kongresshotel seine Premiere feierte. Am 9. November findet es in der Akademie des Deutschen Bäckerhandwerks in Weinheim mit einer Diskussion zum Thema Brot seine Fortsetzung. Das genaue Programm wird in Kürze bekanntgegeben.