Kulinaristik-Forum Rhein-Neckar
Wissenschaftspreis Kulinaristik

 

Von der Mitgliederversammlung am 25. Juni 2010 verabschiedete Beschreibung des Wissenschaftspreises Kulinaristik

1. Zweck des Preises
Das Kulinaristik-Forum zeichnet mit dem Wissenschaftspreis Kulinaristik Personen und Institutionen aus, die sich in der Sicht der Wissenschaften Verdienste um die theoretische und praxisdienliche Vertiefung unseres Wissens von der Bedeutung des Essens und der Gastlichkeit für das Gemeinwohl, im Aufbau der Kultur(en), für die globale Verständigung zwischen den Menschen und im Leben des Einzelnen erworben haben.

2. Leitprinzip
Leitprinzip des Preises ist, die Grundsätze guter wissenschaftlicher Praxis, wie sie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) formuliert hat, bei der Beurteilung von Leistungen im Zusammenhang der theoretischen oder praktischen Kulinaristik zur Geltung zu bringen.

3. Name des Preises und Vergabesprache
Der Preis führt den Namen Wissenschaftspreis Kulinaristik. Er wird mit Beginn des Jahres 2010 auf kooptativer Basis jährlich vergeben. Vergabesprache ist Deutsch. Die Laudatio darf in besonderen Fällen auch in anderen Sprachen gehalten werden.

4. Dotierung und Förderer
Der Wissenschaftspreis Kulinaristik wird von der Bank Sarasin AG (Frankfurt) gesponsert, die 2009 mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet worden ist. Der Wissenschaftspreis Kulinaristik ist vorläufig mit 5000 € Preisgeld dotiert. Einen gleichgroßen Betrag stellt die Bank Sarasin zur Förderung des Forums als Umfeld des Preises zur Verfügung. Die betreffende Vereinbarung zwischen Sponsor und Forum ist zunächst bis Ende 2012 befristet, Verlängerungsmöglichkeiten sind vorgesehen. In den Einladungen zur Preisverleihung soll auf die Förderung durch die Bank Sarasin angemessen hingewiesen.

5. Kandidaten
Mögliche Preisträger sind Personen und Institutionen, die sich der kulinarischen und kulinaristischen Bildung im Sinne des gemeinnützigen Prinzips der Nachhaltigkeit verpflichtet haben.

6. Preisjury
Preisjury ist der Erweiterte Vorstand des Forums. Bei Bedarf kann die Jury zu ihren Beratungen ein weiteres Forumsmitglied und eine Person hinzuziehen, die nicht Mitglied des Forums ist.

7. Auswahlkriterien
Die Kandidatenauswahl ist grundsätzlich international und berufssoziologisch offen. Aus kulturpolitischen Gründen werden jedoch Kandidaten bevorzugt,

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die über einen längeren Zeitraum in Deutschland oder mit deutschsprachigen Institutionen gearbeitet haben und Anlass zur Hoffnung geben, dass sie oder ihr Werk die Entfaltung auch der deutschsprachigen Kulinaristik fördern;
 
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die Leistungen erbracht haben, die der Jury geeignet scheinen, das fachspezifische kulinarische Wissen, die kulinaristische Diskursfähigkeit oder die Kompetenz guter wissenschaftlicher Praxis im kulinaristischen Kontext zu erweitern;
 
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die sich in den fächerübergreifenden Bildungsbereichen, im nationalen und internationalen Gastgewerbe, in den Unternehmen, in der Politik und den öffentlichen Verwaltungen, in den Kirchen, in den Medien, in den Künsten, in den Schulen und Hochschulen, in der Kulturarbeit, in der Museumstätigkeit oder beim Aufbau von Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen um die Vertiefung unseres dem Gemeinwohl dienlichen Wissens über die Bedeutung der Kulturphänomene des Essens, des Kochens und der professionellen und lebensweltlichen Gastlichkeit im Aufbau der Kultur(en), im Zusammenleben der Menschen und in der interkulturellen Verständigung verdient gemacht haben. 

8. Urkunde
Die Preisverleihung wird mit einer Urkunde bestätigt, die von den Vorsitzenden des Vorstands und der Jury unterschrieben ist.

09.04.2012