Cover_definitiv_Frühstücksband

Buchtipp: Kulinaristik des Frühstücks „BREAKFAST ACROSS CULTURES“

Analysen – Theorien – Perspektiven

Eine wissenschaftliche Monographie des Frühstücks liegt in Deutschland nicht vor. Dieses Manko will der vorliegende Band beheben und zugleich eine transdisziplinäre und transnationale Frühstücksforschung als Beispiel der Polyperspektivik der Kulinaristik ins Leben rufen. Zu diesem Zweck führt der Band Analysen, Theorien und Perspektiven aus unterschiedlichen Ländern und Fächern zusammen. Ziel des Bandes ist, nähere Kenntnisse über diese von der Forschung vernachlässigte Einrichtung unserer Alltagskulturen zu gewinnen.

Ausgangspunkt des Bandes ist die Annahme, dass es ein weltweit verbreitetes, meist implizites Frühstücksmuster gibt, das in variablen Gewichtungen als nutritive Handlung, als kulturspezifisches Speisen ensemble (Gericht), als Sozialsituation oder als kulturelle Institution aktualisiert wird.

Die Autoren des Bandes kommen im Sinne der Polyperspektivik der Kulinaristik aus unterschiedlichen Fachbereichen: aus der Physiologie, aus der Medizin, aus der Ökogeographie, der Ökotrophologie, der Islamwissenschaft, aus der Romanistik, der Germanistischen Linguistik, der Pädag ogik, der interkulturellen Germanistik und der germanistischen Literaturwissenschaft, der Sinologie, der Japanologie, der Koreanistik, der Theologie und der Kunstwissenschaft.

Die Beiträger sind allesamt Pioniere der Frühstücksforschung und als solche im Sinne von Jürgen Mittelstrass (Leonardo-Welt) Wissenschaftler, die sich mit ihren Beiträgen aus den angestammten disziplinären Grenzen lösten, diese Grenzen in transdisziplinär orientierter Forschung überschreiten und damit gemeinsam das Neue generieren, das die Wissenschaft überall sucht und das sie immer auch selber ist.

Angesichts der Pioniersituation, der Komplexität der Untersuchungsfelder und der unterschiedlichen Wissenschaftsauffassungen der Disziplinen sind die Beiträge nicht als streng systematische Abhandlungen, sondern als essayistische Studien im angelsächsischen Sinne des Wortes angelegt. Diese Annäherungsweise erscheint mit Blick auf die Komplexität des Gegenstandes womöglich für die gesamte Kulinaristik vorteilhaft, abgesehen davon, dass uns die heutige Wissenschaft generell nicht mehr mit geschlossenen Weltbildern, sondern mit Hypothesensystemen ins Bild setzt.

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Mit Beiträgen von:

Dieter Adolphs (Houghton/Michigan),Frank Baasner (Ludwigsburg), Andrea Bogner (Göttingen), Stefan Diemer / Marie-Louise Brunner (Saarbrücken), Stefania Di Michele (Schwalbach), Burckhard Dücker (Heidelberg), Ludwig Eichinger (Mannheim), Horst Eichler (Heidelberg), Ruza Fotiadis (Berlin), Guido Fuchs (Hildesheim), Wolfgang Fuchs (Ravensburg), Angela Häussler (Heidelberg), Vridhagiri Ganeshan (Hyderabad), Nicole Graf (Heilbronn), Andrej Hänel (Stuttgart), Ines Heindl / Ulrike Johannsen (Flensburg), Peter Heine (Berlin), Maria Elisabeth Hermannn (Osnabrück), Irmela Hijiya-Kirschnereit (Berlin), Eun-Jeung Lee/ Daniela Claus-Kim (Berlin),  Yong Liang (Trier), Peter Peter (München), Martin Plemper (Mannheim), Tomasz Pszczółkowski (Warschau), Reinhard Spieler (Hannover), Bernd Spillner (Duisburg), Gerhard Rechkemmer (Heilbronn), Dessislava Stoeva-Holm (Uppsala), William Wagaba (Kampala), Alois Wierlacher (Walldorf), Monika Wierlacher-Engelhard (Freiburg), Hans J. Wulff (Kiel).